Rui-Barber

Algarve ist bekannt für seine Vielfalt, besonders auf dem Speisenplan. Zwar sind die meisten Früchtchen, Knollen und Gemüse Einwanderer, angelandet mit den Entdeckerkapitänen an der Algarveküste, aber sie gedeihen prächtig hier und über jedes Stück Obst oder Gemüse kann man eine Geschichte erzählen. Die Wollmispel Nêsperas kam aus Japan, das Johannisbrot und sein Baum aus Mesopotamien, die Tomate aus dem Atztekenreich.

Heute stolperte ich über ein Bund grün rot gefärbte Gemüsestangen, oh, jetzt gibt es sogar Staudensellerie mit Rotstich, dachte ich, beim zweiten Blick erkenne ich, hoppla, es ist Rhabarber.

Für Salat erklärt mir der Händler oder als Zutat in Ampfersuppe.

Ich frage nach Saft oder Kompott.

Iwo, das ist vieeeeeeeeeel zu sauer.

Und wie heißt es?

Wir nennen es den Bart von Rui. Rui-Barber. Nach dem Bart von Rui, meinem Nachbarn, der das aus Deutschland mitgebracht und eingepflanzt hat und sich seitdem nie wieder rasiert hat.

Ich staune über das Wortspiel und den Einwanderer, nutze die seltene Gelegenheit, kaufe und koche Rhabarber zu Kompott und zu Marmelade, ausnahmsweise einmal nicht nach Portugiesischer Manier, als Gemüse, sondern typisch deutsch als Obstnachtisch.

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